VOLKSWAGEN NUTZFAHRZEUGE KÄMPFT MIT LIEFERZEITEN

Aufgrund der weltweit angespannten Situation in der Zulieferkette, insbesondere bei Halbleitern, hat die positive Entwicklung des ersten Halbjahres bei Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in den Folgemonaten etwas an Fahrt verloren. So wurden in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt rund 286.500 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, ein Zuwachs von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Im dritten Quartal 2021 hat sich die Situation auf dem Zuliefermarkt deutlich verschärft, so dass wir den positiven Schwung bei den Fahrzeugauslieferungen des ersten Halbjahres nicht in der Form fortsetzen konnten. Das große Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden in unsere Fahrzeuge sehen wir indes bei den Auftragseingängen, die im Vorjahresvergleich um 28,8 Prozent zugenommen haben“, erläuterte Dr. Lars Krause, Vertriebsvorstand Volkswagen Nutzfahrzeuge, gegenüber DIE AUTOSEITEN. „Gemeinsam arbeiten wir im Volkswagen Konzern daran, diese Schere im Sinne unserer Kunden zu schließen. Allerdings werden die Lieferzeiten bei unseren meisten Modellen bis weit in das kommende Jahr weiterhin hoch bleiben.“

Die T-Baureihe erzielte nach neun Monaten ein Plus von 31,7 Prozent bei den Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr: Insgesamt wurden knapp 132.900 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Auch der Crafter legte zu: im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 17,4 Prozent auf insgesamt knapp 49.000 Fahrzeuge. Bei beiden Fahrzeugen sind neben den Transporter vor allem die Camping-Varianten der California Serie sehr beliebt: Die Auslieferungen stiegen beim California 6.1 um 35,8 Prozent, beim Grand California um 52,3 Prozent. Der Caddy fiel nach seinem Modellwechsel unter dem Einfluss der herausfordernden Lieferketten indes zurück – und zwar um 21,5 Prozent auf insgesamt 69.300 an Kunden übergebene Einheiten. Gerade bei diesem Modell auf MQB-Basis wirkt sich der Halbleitermangel deutlich aus.