DIE NEUAUFLAGE EINER IKONE IN DEN HÄNDEN VON MERCEDES-AMG

Der neue Mercedes-AMG SL, die Neuauflage einer Ikone, kehrt mit klassischem Stoffverdeck und sportlichem Charakter zurück zu seinen Wurzeln. Gleichzeitig will der Roadster als 2+2-Sitzer alltagstauglich sein, erstmals bringt er seine Leistung mit Allradantrieb auf die Straße. Technische Highlights wie das AMG Active Ride Control Fahrwerk mit aktiver Wankstabilisierung, die Hinterachslenkung, die AMG Keramik-Hochleistungs-Verbundbremsanlage oder das Digital Light mit Projektionsfunktion sind nur ein Teil der modernen Komponenten im neuen SL. Im Zusammenspiel mit dem AMG 4,0 Liter V8-Biturbomotor will der traditionsreiche Roadster ein Fahrerlebnis „auf höchstem Niveau“ vermitteln.

Als konsequentes Performance Modell hat die sportliche Konzern-Tochter Mercedes-AMG im Standort Affalterbach den SL komplett eigenständig entwickelt. „Der neue SL vereint die sportlichen Gene des Ur-SL mit der AMG-typischen Driving Performance. Gleichzeitig bietet er Luxus und Komfort auf absolutem Topniveau. Diese Kombination ist einzigartig im Sportwagen-Segment und spiegelt sich auch im Innenraum wider – hier treffen höchster Komfort und Qualität auf die richtige Portion Sportlichkeit. Die hochwertig ausgeführte Kombination aus analoger Welt und modernsten Digitalausstattungen macht klar, dass der neue SL die Wiedergeburt einer Ikone für die Neuzeit ist“, sagt Philipp Schiemer, Vorsitzender der Geschäftsführung Mercedes-AMG GmbH.

Kurze Überhänge, lange Motorhaube

 Der neue SL will die Mercedes-Benz Designphilosophie mit der AMG-typischen Sportlichkeit kombinieren. Die beiden Powerdomes auf der Motorhaube sind nur eine von zahlreichen Reminiszenzen an die erste SL Generation. So soll auf den ersten Blick klar werden, dass der neue SL zu seinen sportlichen Wurzeln zurückgekehrt ist. Prägende Merkmale des Karosseriedesigns sind der große Radstand, die kurzen Überhänge, die lange Motorhaube, der nach hinten versetzte Fahrgastraum mit stark geneigter Frontscheibe und das kräftige Heck. Die SL Proportionen sind heute deutlich runder als beim Vorgänger.  

Die betont sportliche Positionierung des neuen SL legte auch die Entscheidung für ein elektrisches Stoffverdeck nahe. Das um 21 Kilogramm geringere Gewicht und der daraus resultierende niedrigere Schwerpunkt sollen sich positiv auf die Fahrdynamik auswirken. Die platz- und gewichtsparende Z-Faltung ermöglicht den Verzicht auf einen herkömmlichen Verdeckkastendeckel. Durch die vordere Dachkappe schließt das geöffnete Verdeck in seiner Endposition flächenbündig ab. Das Öffnen und Schließen dauert rund 15 Sekunden und ist bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h möglich. Die Bedienung des Verdecks erfolgt mit der Schalterleiste in der Mittelkonsole oder dem Multimedia-Touchscreen, auf dem eine Animation den Fortschritt des Vorgangs anzeigt.

Unter der Motorhaube arbeitet der AMG V8-Biturbomotor

Der SL des Jahrgangs 2021 basiert auf einer von Mercedes-AMG komplett neu entwickelten, 2+2-sitzigen Fahrzeugarchitektur. Im Vergleich zum Vorgänger stieg die Torsionssteifigkeit der Rohbaustruktur um 18 Prozent. Die Quersteifigkeit liegt 50 Prozent über dem bereits hervorragenden Wert des AMG GT Roadster. Zum Start gibt es zwei Varianten: Im SL 63 4MATIC+ leistet der V8-Biturbo 585 PS (430 kW) und im SL 55 4MATIC+ entwickelt das AMG-Aggregat eine Leistung von 476 PS (350 kW).

SL im Rückblick

Vor knapp 70 Jahren startet in Stuttgart ein Sportwagen, der auf Anhieb zur Legende wird. Die Vision, das Potenzial der Marke Mercedes-Benz durch Motorsporterfolge zu erweitern, bringt als Ergebnis den ersten SL hervor – einen straßentauglichen Rennsportwagen. Kurz nach seinem Debüt 1952 sammelt der 300 SL (interne Bezeichnung W 194) reihenweise Erfolge auf den Rennstrecken dieser Welt. Er erringt im Auftaktjahr unter anderem einen spektakulären Doppelsieg beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans und belegt beim Großen Jubiläumspreis vom Nürburgring für Sportwagen sogar die ersten vier Plätze. Durch seine Erfolge wird der SL schnell zum Mythos.

Dem erfolgreichen Rennwagen folgt 1954 der 300 SL Seriensportwagen (W 198), der wegen seiner ungewöhnlichen Türen „Flügeltürer“ oder „Gullwing“ genannt wird. 1999 wählt ihn eine Jury aus Fachjournalisten zum „Sportwagen des Jahrhunderts“. Zu den weiteren Highlights der Modellgeschichte zählen die „Pagode“ (W 113, 1963-1971), der 18 Jahre lang gebaute Evergreen R 107 (1971-1989) oder dessen Nachfolger R 129, der wegen seiner markanten Keilform als automobile Skulptur gilt. Das Kürzel „SL“ steht damit bis heute für eine der wenigen echten Automobil-Ikonen auf der Welt.

In der jahrzehntelangen Entwicklungsgeschichte vom reinrassigen Rennwagen zum offenen Luxus-Sportwagen will der neue Mercedes-AMG SL nun einen weiteren Meilenstein setzen. Er möchte die Sportlichkeit des Ur-SL mit dem einzigartigen Luxus und der technologischen Exzellenz der modernen Mercedes-Modelle kombinieren. „Der SL ist eine Ikone: Seit fast 70 Jahren begeistert der markante Sportwagen Mercedes Kunden jeder Generation rund um die Welt. Mit der Wiedergeburt des Roadsters von Mercedes-AMG bleibt der neue SL mehr denn je das Symbol dieser zeitlosen Faszination“, sagt Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb.

DIE AUTOSEITEN unterwegs im SL 63 AMG, Jahrgang 2012