Volkswagen hat das Infotainment im aktuellen Golf aufgewertet  

Das Versprechen: Schneller, leistungsfähiger, stabiler. Der Hintergrund: Volkswagen optimiert das Infotainment im aktuellen Golf. Die Fakten: Die neue Software und Hardware, die jetzt in Serie gehen, verbessern zahlreiche Funktionen. Insbesondere die Sprachbedienung reagiert jetzt bis zu viermal schneller und bringt die Performance auf Premium-Niveau. Zahlreiche Kundenwünsche sind in die Systemverbesserung eingeflossen. „Mit der großen Infotainment-Aufwertung unterstreicht der Golf seine Stellung im Kompaktsegment”, sagt Thomas Ulbrich, Vorstand Technische Entwicklung der Marke Volkswagen Pkw. „Die Fortschritte bei Bedienbarkeit und Performance bieten unseren Kundinnen und Kunden höchsten Komfort.“ Volkswagen sieht die Integration von Kundenfeedback in die Weiterentwicklung von Produkten und Services zu einer entscheidenden Stärke im Wettbewerb um die zufriedensten Kunden – viele Prozesse sollen noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet  werden. 

Mit der großen Aufwertung, die in den nächsten Wochen in die Serienproduktion einfließt, soll das Infotainment im Golf deutlich dynamischer arbeiten. Der Kunde erlebt die Vorteile schon beim Start des Systems. Sprachbedienung und Navigation sind erheblich schneller als bisher verfügbar. Das gilt ebenso für den Umgang mit der Navi-Karte und für das Scrollen in Listen. Von der optimierten Software werden auch bereits ausgelieferte Golf profitieren können. Volkswagen wird hierzu aktiv auf die Kunden zugehen, um über den Ablauf des Softwareupdates zu informieren. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Servicemaßnahme, so das Unternehmen.

Die neue Sprachbedienung hilft

Fortschrittlich ist vor allem die Sprachbedienung: Mit „Hallo Volkswagen“ wird die sogenannte „natürliche Sprachsteuerung“ gestartet. Der Golf wird so zum intelligenten Gesprächspartner, denn die Sprachbedienung versteht auch freie Formulierungen des Alltags wie „Mir ist kalt.“ oder „Wo gibt es in Berlin japanische Restaurants?“. Zudem erkennt sie dank digitaler Mikrofone auch, ob der Fahrer oder der Beifahrer spricht, um beispielsweise die Klimatisierung im Fahrzeug gezielt der anfordernden Person bereitzustellen. Das optimierte System stellt zudem Rückfragen oder lässt sich ins Wort fallen. Grundsätzlich kann der Kunde mit der verbesserten Sprachbedienung das Entertainment, die Navigation, die Telefonie und die Klimatisierung steuern. Die Verständnis-Quote ist stark gestiegen und erreicht jetzt etwa 95 Prozent. Die neue Software kommt mit weniger Systemschnittstellen als bisher aus. Das macht es leichter, intelligente Online-Funktionen wie Nachrichten oder Wetterbericht künftig zusätzlich zu integrieren. 

Die Antworten und Vorschläge der Sprachbedienung stammen aus zwei Quellen: aus der Cloud und den offline im Auto abgelegten Informationen. Der Online-Abgleich steigert die Erkennungsrate und die Ergebnisqualität – die Offline-Infos sind auch dort verfügbar, wo es kein Mobilfunknetz gibt, etwa in der Tiefgarage. Sowohl online als auch offline treffen die Antworten und Reaktionen jetzt bis zu viermal schneller ein als bisher. Die Verarbeitung einer Online-Anfrage auf dem Server dauert nicht einmal fünf Zehntelsekunden, das Feedback kommt nach weniger als einer Sekunde ins Auto. Wenn der Kunde möchte, kann er die Anfrage oder das Kommando auch per Touch auf dem Display abschließen, die entsprechenden Menüs sind dort bereits geladen. 

Das Ziel ist die Bedienung zu erleichtern

Eine weitere Verbesserung beim Infotainment betrifft den Touchscreen. Wenn sich der Finger ihm auf wenige Zentimeter annähert, werden die Tasten um den Warnblinkschalter gesperrt. Sobald der Finger das Display berührt, bezieht die Blockade auch die Slider für Lautstärke und Temperatur ein. Das unbeabsichtigte Auslösen von darunter angeordneten Bedienfeldern ist damit so gut wie unmöglich. Das Ansteuern des kapazitiven Displays selbst bleibt unverändert: Eine leichte Berührung genügt, um die Funktion auszulösen. Zudem ermöglicht die zusätzliche Infrarot-Annäherungssensorik eine Gestensteuerung aus mehreren Zentimetern Entfernung.

Hinter dem Infotainment-Upgrade im Golf steht der Modulare Infotainmentbaukasten (MIB3), er erhält bei der Aufwertung viele Verbesserungen. Die Software-Optimierungen zielen verstärkt auf typische Kunden-Anwendungen ab, das ursprüngliche System wurde dafür stark komprimiert. Das Ergebnis ist eine Reduzierung der Grundlast und damit mehr Performanz für Programme und Funktionen. Auf der Hardware-Seite zieht ein leistungsfähigeres System on Chip (SoC) in den MIB 3 ein. Sein Zentralprozessor besteht aus vier Kernen, dazu kommen die Grafikkarte und der digitale Signalprozessor für den Audio-Bereich. Die neue Chip-Einheit bietet etwa 25 Prozent mehr Rechenkapazität, bei der Grafikkarte verdreifacht sich die Leistung – für den Kunden bedeutet dies vor allem mehr Speed.