Beweglichkeit am Lenkrad nicht einschränken 

In der kalten Jahreszeit sieht man mitunter so dick angezogene Menschen in Autos sitzen, dass man sich unwillkürlich fragt, ob da das „Michelin-Männchen“ aus der Werbung unterwegs ist? Oder es übermannt einen eine Woge des Mitleids mit den armen Leuten, die offenbar in einem Auto mit defekter Heizung fahren müssen. Doch losgelöst von der Überlegung, wie sich diese „Frostbeulen“ gegen Kälte wappnen wollen, wenn sie das Fahrzeug verlassen, wo sie darin schon wie für eine Polar-Expedition ausgerüstet scheinen, kann zu dicke Winterbekleidung im Auto auch gefährliche Folgen haben. Denn sie schränkt zum einen die Beweglichkeit des Fahrzeuglenkers ein und kann zum anderen die schützende Wirkung des Sicherheitsgurts vermindern. Im schlechtesten Fall kann der Gurt sogar zu einer veritablen Gefahr für Leib und Leben werden. 

Deshalb raten Experten, besser auf dicke Winterkleidung im Auto zu verzichten. Denn ein schlecht sitzender Sicherheitsgurt mutiert bei einem Unfall zu einem Sicherheitsrisiko. Die Unfall-Experten haben zwei Dummys in dicker Winterkleidung auf einen Gurtschlitten gesetzt, mit dem ein Auffahrunfall im Stadtverkehr simuliert wurde: Der Gurt-Schlitten stoppte abrupt bei 16 km/h. Dabei zeigte sich, dass das querliegende Gurtband sowohl bei dem Erwachsenen-Dummy als auch bei der Testpuppe in Kindergröße tief in den Bauch einschnitt. Die Folge: Schwerwiegende Verletzungen der Weichteile wie Darm, Leber oder Milz sowie innere Blutungen.