Extreme E nicht einfach nur Motorsport, sondern auch ein Weckruf

Das ist eine gute Nachricht: CUPRA bekennt sich zur Extreme E und ist auch 2022 an Bord. Die Performance-Marke arbeitet in der Rennserie für rein elektrische SUV weiter mit ABT Sportsline zusammenarbeiten, ist in der zweiten Saison mit einem Offroad-Rennwagen auf Basis des CUPRA Tavascan Extreme E Konzeptfahrzeugs am Start. Fakt ist, dass die spanische Marke weiterhin auf nachhaltigen Motorsport setzt.

Das sportliche Ziel für das Team ABT CUPRA XE ist ebenfalls in seiner zweiten Saison klar: Noch mehr Podiumsplätze und der Angriff auf den Titel in der Extreme E. Jetzt wird eine Evolutionsstufe des 550 PS (400 kW) starken e-CUPRA ABT XE1 eingesetzt, so will das Team ABT CUPRA XE mit dem CUPRA Tavascan Extreme E durchstarten. Das Konzeptfahrzeug besticht mit LED-Technologie und einem ganzheitlichen Ansatz zur Verwendung natürlicher Materialien. Hintergrund: Dieser macht es nachhaltiger und erleichtert spätere Anpassungen und Reparaturen. Die Neuinterpretation des Offroad-Rennwagens entspricht dem Geist der vollelektrischen Rennserie: Das Fahrzeug ist mit einer 54-kWh-Batterie ausgestattet, die hinter dem Cockpit platziert ist, was zu einer optimalen Gewichtsverteilung des Fahrzeugs beiträgt. Der CUPRA Tavascan XE schafft den Sprint von null auf 100 km/h in etwa vier Sekunden. Da der Motorsport traditionell als Entwicklungslabor für die Straße dient, gibt das neue Konzeptfahrzeug Hinweise auf die Designsprache des zukünftigen Serienmodells CUPRA Tavascan. Dieses soll neben dem CUPRA Born als zweites rein elektrisches Fahrzeug der Challenger-Brand 2024 auf den Markt kommen. 

Extreme E: Nachhaltigkeit, Elektrifizierung und Gleichberechtigung  

Die Extreme E will nicht einfach nur Motorsport sein, sondern mit Blick auf die Klimakrise zugleich ein Weckruf. Sie ist die erste Rennserie, die aus der Sorge um die Zerstörung der ökologischen Systeme auf der ganzen Welt entstanden ist. Ziel ist es, mithilfe von Elektrorennen auf Regionen hinzuweisen, die schon heute durch den Klimawandel bedroht sind. Damit sollen die Menschen dazu ermutigt werden, Maßnahmen zum Schutz der Zukunft unseres Planeten zu ergreifen. Denn die Rennserie fußt zudem auf den Werten, auf die auch CUPRA setzt: Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung. Die Extreme E will  eine kraftvolle Mischung aus spannender Sport-Action und wissenschaftlicher Bildung sein, um die Einführung von Elektroautos zu beschleunigen, um CO2-Emissionen zu reduzieren und einen nachhaltigeren Lebensstil zu erreichen.

Rückblick 2021: Beim Arctic X Prix in Grönland ging es um das beschleunigte Schwinden des arktischen Eises. Mit dem Rennen am Fuße des Russell-Gletschers und mithilfe des weltweit führenden Polar- und Meereisexperten Professor Peter Wadhams soll die Forschung zum Schutz des arktischen Eises vorangetrieben werden. „Auf dem Gletscher in Grönland zu laufen und das Schmelzen des Eises zu beobachten, war einer der beeindruckendsten und auch bedrückendsten Momente, an die ich mich erinnern kann“, erläuterte CUPRA-Rallyefahrerin Jutta Kleinschmidt. „Die Extreme E wird nicht alle Probleme lösen, aber wenn jeder solche Schritte macht, wäre man sehr stark. Es ist also wichtig, dass diese ersten Schritte unternommen werden“, sagte Kleinschmidt, die auch die Bemühungen der Rennserie für mehr Gleichberechtigung lobte. Denn jedes Team besteht aus einer Fahrerin und einem Fahrer.

Die Extreme E hat sich etabliert

Jutta Kleinschmidt antwortete auf unsere Frage: Wo hat sich die Serie vom Standing her im Motorsport eingeordnet? „Es ist wichtig, dass die Serie es geschafft hat, ins zweite Jahr zu gehen. Die Fahrer sind gerne in der Rennserie am Start, die Qualität ist deshalb sehr hoch. Auch die Teilnahme von McLaren 2022 ist ein großer Erfolg. Die Extreme E hat sich etabliert, auch wenn die Verantwortlichen natürlich noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen haben“.

Starkes Fahrer-Duo 

Dem Team ABT CUPRA XE ist ein echter Coup gelungen: Neuer Partner an der Seite von Jutta Kleinschmidt wird der aktuelle und insgesamt viermalige Rallye-Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah – Kleinschmidt triumphierte bei der Wüsten-Rallye als bisher einzige Frau im Jahr 2001. Jetzt sitzen die zwei „Dakar“-Legenden im vollelektrischen CUPRA Tavascan XE.

„Ich bin stolz, mich dem CUPRA Tribe für dieses Abenteuer anzuschließen. Mit der Erfahrung von ABT CUPRA XE und Jutta an meiner Seite sind wir fest entschlossen, um Siege zu fahren. Ich kann es kaum erwarten, im Auto zu sitzen und Spaß zu haben“, sagt der 51-Jährige Nasser Al-Attiyah aus Katar. Hingegen bringt Jutta Kleinschmidt einen Erfahrungsvorsprung mit. Sie saß schon an vier von bisher fünf Rennwochenenden in der Extreme E für CUPRA am Steuer und geht ehrgeizig in die zweite Saison: „Im vergangenen Jahr haben wir eine solide Basis geschaffen und um vordere Plätze gekämpft. In diesem Jahr besteht die Herausforderung darin, noch konstanter zu sein und Siege zu holen – wir sind bereit dafür“, sagt die 59 Jahre alte gebürtige Kölnerin. „Dass ich meine Leidenschaft für den Offroad-Rennsport mit einem so großartigen Team und jetzt auch ein Dakar-Star wie Nasser teilen kann, ist eine fantastische Motivation.“ 

Dr. Werner Tietz, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei der SEAT S.A., freut sich auf das neue Fahrerteam und die anstehende Saison. Er betont, dass das Engagement der Marke in der Extreme E auch dem Wissenstransfer dient: „Wir sind immer auf der Suche nach Herausforderungen und wir haben voriges Jahr gesehen, dass die Extreme E dem CUPRA Geist entspricht, und belegt, dass Elektrifizierung und Leistung Hand in Hand gehen. Es ist eine großartige Gelegenheit für uns, unsere Fahrzeuge weiter zu verbessern und an zukünftigen Entwicklungen zu arbeiten. Mit Jutta und Nasser im Team werden wir weiter daran arbeiten, so gut wie möglich zu sein und den CUPRA Tavascan XE ganz nach oben auf das Podium zu bringen.“

„So sehr wir unsere erste Saison in Extreme E genossen haben: Diese Meisterschaft ist für uns immer noch eine unerledigte Angelegenheit“, sagt Hans-Jürgen Abt, Geschäftsführer von ABT Sportsline. „Unsere Ziele bleiben dieselben: Wir wollen um Rennsiege und den Titel kämpfen. Ich habe volles Vertrauen in unser Team, unser Auto und unsere Partner und kann es kaum erwarten, unsere beiden Dakar-Helden Jutta und Nasser auf der Strecke zu sehen.“

Termine Extreme E 2022

Race 1: Neom, Saudi Arabien 19.-20. Februar

Race 2: Sardinien, Italien 07.-08. Mai 2022

Race 3: Schottland oder Senegal 09.-10. Juli 2022

Race 4: Antofagasta, Chile 10.-11. September 2022

Race 5: Punta del Este, Uruguay 26.-27. November 2022

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