Die Verbindungen zur Historie ist groß: Vom Ur-Bulli zum ID. BUZZ

Im Januar 2017 feierte das Concept Car ID. BUZZ auf der Autoshow in Detroit seine Premiere – die Begeisterung war groß, so groß, dass das positive Feedback nur eine Entscheidung zuließ: Die Studie muss in die Serie übernommen werden. Dann folgten fünf intensive Jahre der Entwicklungsarbeit. 2022 ist es soweit: Der ID. Buzz ist fertig. Volkswagen aktiviert deshalb den Countdown für eine Doppelweltpremiere: Ab März wird der vollelektrische Bulli zeitgleich als ID. Buzz (Fünfsitzer) und ID. Buzz Cargo (Transporter) emissionsfrei durchstarten.

Derzeit ist Volkswagen Nutzfahrzeuge mit den ID. Buzz Prototypen in der letzten Testphase. Im Februar fuhr die Vorserienflotte durch Europa. Es fanden finale Tests unter Alltagsbedingungen zwischen Barcelona, Paris, London, Amsterdam, Kopenhagen, Hamburg und Hannover statt. „Bevor wir die Serienproduktion des ID. Buzz hochfahren, liefern uns diese abschließenden Erprobungen mit Fahrzeugen, die nahezu dem finalen Serienstand entsprechen, unabdingbare Rückschlüsse für den letzten Feinschliff“, sagt Kai Grünitz, Leiter der Fahrzeugentwicklung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge.

konnten bereits im ID. Buzz Prototyp Platz nehmen und einen ersten Fahreindruck gewinnen. Nur noch leicht getarnt, spiegelt er erkennbar wieder, dass die Designer das Styling des Concept Cars von 2017 konsequent auf die Serienversion des Jahres 2022 übertragen haben. Beide ID. Buzz Versionen greifen zudem die Stilelemente des legendären T1 auf – inspiriert von der Ikone dem Ur-Bulli. Dazu gehören extrem kurze Karosserieüberhänge, der maximal genutzte Raum auf einer minimalen Verkehrsfläche, die klassische Einteilung des Karosseriedesigns in eine untere und obere Ebene und das unverwechselbare Gesicht mit seiner V-Form. Und genau wie der Ur-Bulli, verfügt auch der ID. Buzz über einen Hinterradantrieb.

Trotz aller Verbindungen in die große Historie der Baureihe gibt der markante ID. Buzz der Elektromobilität ein neues Gesicht. Entstanden ist dabei ein Auto ohne Gegenspieler, weil der ID. Buzz nicht auf dem Kompromiss einer Multitraktionsplattform aufbaut, sondern konsequent ein e-Bulli ist. Beide Versionen des ID. Buzz, ob als Kleinbus oder als Transporter, sind Ausweise einer intelligenten Mobilitätsentscheidung, mit der private wie geschäftliche Besitzer nicht nur Fahrspaß erleben können.

Die neue Baureihe basiert technisch auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) des Volkswagen Konzerns. Beide ID. Buzz Versionen starten 2022 mit einer Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie, die einen Bruttoenergiegehalt von 82 kWh bietet. Die Batterie versorgt einen 150 kW starken Elektromotor, der in die Hinterachse integriert ist und diese auch antreibt. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 145 km/h elektronisch abgeriegelt. Fakt ist, dass der neue ID. Buzz ein sehr agiles Fahrzeug ist, dass konnten wir bei einer ersten Ausfahrt spüren. Zum einen baut die E-Maschine aus dem Stand heraus ihr maximales Drehmoment von 310 Nm auf. Zum anderen gesellt sich zu dieser dynamischen Komponente ein sehr niedriger Karosserieschwerpunkt, da sich die Batterie weit unten im Sandwichboden befindet. Bauartbedingt spielt der ID. Buzz noch einen weiteren Vorteil aus: Der Wendekreis des elektrischen Bulli beträgt nur knapp über 11,0 Meter- damit bewegt man sich auf dem Niveau eines Golf.

 

Die Versionen des ID. Buzz und ID. Buzz Cargo wird es zunächst mit dem Normal-Radstand von knapp 3,00 Meter geben, sie messen eine Länge von 4,71 Meter. Zum Vergleich: Der Radstand des neuen ID. Buzz entspricht bis auf zwei Millimeter Differenz dem des T6.1, der aber 4,90 Meter in der Gesamtlänge misst. Damit bietet der ID. Buzz eine ähnliche Innenlänge, kann aber kleinere Parklücken nutzen. Der rundum großzügig verglaste Bus ist als 1,93 Meter hoch; der T6.1 misst ein e Höhe von 1,97 Meter. Dank des platzsparenden MEB-Konzeptes bieten der ID. Buzz und der ID. Buzz Cargo eine ungewöhnlich gute Raumausnutzung. Der fünfsitzige ID. Buzz nimmt selbst mit allen Passagieren an Bord bis zu 1.121 Liter Gepäck auf. Das maximale Stauvolumen des mit einer Trennwand hinter der ersten Sitzreihe ausgestatteten ID. Buzz Cargo beträgt über 3,9 m3.

Schon kurz nach dem Produktionsstart des ID. Buzz in der ersten Jahreshälfte steht im Herbst 2022 die europäische Markteinführung an. Der ID. Buzz soll zudem auch in den USA auf den Markt kommen – es wird das von vielen amerikanischen Fans erwartete Comeback der Baureihe zwischen New York und San Francisco.