Modellseitig bestens aufgestellt, um Wachstumskurs fortzusetzen

Kia wächst gegen den Trend: Während der deutsche Automobil-Markt 2021 um 10,1 Prozent zurückgegangen ist, hat die koreanische Marke ihren Absatz um 2,4 Prozent auf 65.839 Einheiten gesteigert. Damit verbucht Kia seinen zweithöchsten Jahresabsatz seit dem Deutschland-Start 1993 und erreicht beim Marktanteil mit 2,5 Prozent einen neuen Rekordwert. Zu diesem Erfolg hat die konsequente Elektrifizierungsstrategie der Marke maßgeblich beigetragen. So besaß 2021 bereits jeder dritte Kia-Neuwagen einen Stecker, während im deutschen Gesamtmarkt nur ein Viertel der Neuzulassungen auf Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge entfiel.

„Die Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie sind durch die Pandemie-bedingten Einschränkungen und die Lieferengpässe bei Halbleitern zurzeit extrem schwierig. Aufgrund einer vergleichsweise guten Verfügbarkeit von Fahrzeugen ist es uns dennoch gelungen, Chancen zu nutzen und unseren Absatz zu steigern. Das zeigt auch, dass unsere moderne Produktpalette, die bereits zur Hälfte aus elektrifizierten Fahrzeugen besteht, den Nerv der Kunden trifft“, sagt Jong Kook Lee, Präsident von Kia Deutschland. Zu den insgesamt 19 Modellen und Modellvarianten, die Kia in Deutschland anbietet, gehören drei reine Elektrofahrzeuge, vier Plug-in-Hybride und zwei Vollhybride.

Der Ausblick: Bei Kia wird die E-Palette in diesem Jahr weiter ausgebaut: Im April 2022 startet der Sportage Plug-in Hybrid. In der zweiten Jahreshälfte rollt die neue Generation der Niro-Familie mit dem Stromer e-Niro, der Plug-in- und der Vollhybrid-Variante zu den Händlern. Und Ende des Jahres folgt als sportliche Speerspitze der Kia-Elektroflotte der EV6 mit GT-Paket, der in 3,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. „Damit sind wir modellseitig bestens aufgestellt, um unseren Wachstumskurs in Deutschland fortzusetzen“, freut sich Lee.

Das Jahr 2021 stand für die Marke im Zeichen ihrer Neuausrichtung. Die Kia Corporation strebt auf Basis der neuen Langfrist-Strategie „Plan S“ eine führende Position im Bereich der nachhaltigen Mobilität an. Dazu expandiert das Unternehmen in neue Geschäftsbereiche wie Mobilitätsdienste und hochentwickelte Spezialfahrzeuge und beschleunigt die Entwicklung von umweltfreundlichen Fahrzeugen der nächsten Generation. Kennzeichen dieses Wandels sind auch der neue Kia-Slogan „Movement that inspires“ (Bewegung, die inspiriert), das neugestaltete Logo und die Streichung des Begriffs „Motors“ aus dem Firmennamen. 

Auf der Produktebene verkörpert vor allem der Ende Oktober 2021 eingeführte EV6 das neue Kia. Der innovative, knapp 4,70 Meter lange Crossover wurde als erstes Modell der Marke ausschließlich für den Batteriebetrieb konzipiert, basiert auf der neuen, äußerst leistungsfähigen Elektroplattform E-GMP – und ist in Deutschland eindrucksvoll gestartet: Nach nur zwei Monaten im Handel waren am Jahresende bereits mehr als 1.000 Exemplare verkauft.

Angeführt wird die Kia-Bestsellerliste 2021 wie im Vorjahr vom Ceed, der Familie der Kompaktwagen, die weiter zulegen konnte und mit fast 26.000 Einheiten einen neuen Absatzrekord für ein Kia-Modell in Deutschland erzielte. Auf Rang zwei liegt die Niro Modellreihe mit über 8.500 Einheiten, die für den kompakten Crossover ebenfalls eine neue Bestmarke bedeuten. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen der Sportage (7.600 Einheiten), der Kleinwagen Picanto (7.100 Einheiten) und der B-SUV Stonic (4.300 Einheiten).

Thomas Djuren,  Geschäftsführer der Kia Deutschland GmbH, im Gespräch DIE AUTOSEITEN

Autos mit Stecker gefragt 

Die Elektromobilität wird mehrheitsfähig: Wie eine im Auftrag von Kia durchgeführte neue repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Innofact zeigt, würde sich schon fast jeder zweite Autofahrer (41,3 Prozent der Befragten) beim nächsten Autokauf für ein Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeug entscheiden – weitere 7,2 Prozent bevorzugen andere Hybridantriebe ohne Stecker. Nur noch die Hälfte (51,5 Prozent) würde einen nicht elektrifizierten Benziner oder Diesel kaufen. Für die Studie wurden 1.023 Autofahrerinnen und -fahrer aus ganz Deutschland online befragt.

Das Interesse an aufladbaren Fahrzeugen ist damit deutlich größer als deren aktueller Marktanteil. In Deutschland besaß 2021 nur jeder vierte Neuwagen einen Elektro- oder Plug-in-Hybridantrieb. Bei Kia entfiel im vergangenen Jahr bereits rund ein Drittel des Absatzes auf die insgesamt sieben „Stecker-Modelle“ der Marke. Wie die Studie zeigt, dürfte vor allem die Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen stark steigen: Fast jeder vierte Befragte (23,7 Prozent) möchte, dass sein nächstes Auto ausschließlich mit Strom betrieben wird. Besonders wichtig ist das den Jüngeren: bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 27,5 Prozent und den 30- bis 39-Jährige 25,8 Prozent. 

Ist Elektromobilität eigentlich eine Altersfrage? „Ja, je elektrischer die Fahrzeuge sind, desto jünger sind die Kunden“, sagte Thomas Djuren,  Geschäftsführer der Kia Deutschland GmbH, gegenüber DIE AUTOSEITEN. „Die Mehrheit älterer Menschen vertraut nach wie vor eher dem Verbrennungsmotor. Aber der Hybrid als Übergangstechnologie, ob mit oder ohne Stecker, erleichtert vielen den Wechsel.“ 

Und vieles spricht dafür, dass die Zahl der E-Fans weiter wachsen wird. Denn 61 Prozent der Befragten sind bisher noch nie ein Elektroauto gefahren oder darin mitgefahren – die allermeisten von ihnen knapp 80 Prozent würden es aber gern mal ausprobieren.