Vollelektrische Renn-Serie in den Metropolen am Start 

Mit dem Diriyah E-Prix in Saudi-Arabien startet die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft am 28.-29. Januar 2022 in die Saison 8. Auf dem 2,495 Kilometer langen Stadtkurs unweit von Riad, wo auch der Porsche Taycan Turbo S als neues Safety Car der Formel E seine Rennstrecken-Premiere feiert, werden zwei Nachtrennen ausgetragen. Der Diriyah E-Prix wird auf einem gegenüber der Saison nahezu unveränderten 2,495 Kilometer langen Stadtkurs mit 21 Kurven ausgetragen. Die anspruchsvolle, sehr flüssige Strecke führt durch alte Festungsanlagen und vorbei an traditionellen Lehmbauten. Sie verläuft entlang der historischen Stadtmauern des UNESCO Weltkulturerbes in Diriyah. Eine der Schlüsselstellen ist der Abschnitt mit den Kurven 16 und 17 direkt vor der langen Geraden, an deren Ende sich beim Anbremsen der Kurve 18 die besten Überholmöglichkeiten bieten – entscheidend für eine schnelle Rundenzeit sind auch die Kurven 1 und 19.

Die Formel E ist die erste vollelektrische Renn-Serie der Welt und will schon seit 2014 spannenden Motorsport zu den Menschen in den Metropolen bringen. Als Beschleuniger für innovative und nachhaltige Mobilitätstechnologien will sie gleichzeitig die weltweite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen mit dem Ziel fördern, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Das Format ist kompakt: Training, Qualifying und Rennen finden an einem Tag statt. Ein Rennen dauert im Normalfall 45 Minuten plus eine Runde. In der Formel E sind in der Saison 2021/2022 elf Teams mit 22 Fahrern am Start – entsprechend interessant und hart umkämpft sind die Rennen. 

Mit elf Teams und 22 Fahrern ist die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft, in deren Kalender 16 Rennen in zehn Metropolen stehen, erneut stark besetzt. Neu in dieser Saison sind einige Regeländerungen im Rennen und vor allem im Qualifying, bei dem die Fahrer nach der Gruppenphase in Kopf-an-Kopf-Duellen gegeneinander antreten. Der Kampf um die Pole-Position wird in einer Art Turnierform mit spannungsgeladenen direkten Duellen Fahrer gegen Fahrer ausgetragen. Außerdem wurde im Qualimodus und im Attack Mode die Maximalleistung erhöht: Den Fahrern steht in Folge einer Regeländerung mehr Power zur Verfügung. So steigt die verfügbare Leistung im Rennen von 200 kW auf 220 kW an und beim Einsatz des Attack-Mode können die Fahrer nun 250 kW anstatt 235 kW abrufen.

Eine weitere Neuerung ist, dass die Renndauer von 45 Minuten plus einer Runde im Falle von Safety-Car- oder „Full Course Yellow“-Phasen um bis zu 10 Minuten verlängert werden kann. Für jede Minute während einer SC- oder FCY-Phase werden 45 Sekunden zur Rennzeit hinzugefügt. Sollte eine solche Phase sich über die 40 Minuten-Marke erstrecken oder erst danach beginnen, wird die Renndauer dadurch nicht mehr verlängert. 

Termine 2022

Rennen  1:    28. Januar:   Diriyah (Saudi-Arabien)
Rennen  2:    29. Januar:   Diriyah (Saudi-Arabien)
Rennen  3:    2. Februar:   Mexiko-Stadt (Mexiko)
Rennen  4:    09. April:       Rom (Italien)
Rennen  5:    10. April:       Rom (Italien)
Rennen   6:   30. April:       Monaco (Monaco)
Rennen   7:   14.  Mai:        Berlin (Deutschland)
Rennen   8:   15.  Mai:        Berlin (Deutschland)
Rennen   9:   04. Juni:         Jakarta (Indonesien)
Rennen 10:   02. Juli:          Vancouver (Kanada)
Rennen 11:   16. Juli:          New York City (USA)
Rennen 12:   17. Juli:          New York City (USA)
Rennen 13:   30. Juli:          London (Großbritannien)
Rennen 14:   31. Juli:          London (Großbritannien)
Rennen 15:   13. August:   Seoul (Südkorea)
Rennen 16:   14. August:   Seoul (Südkorea)

Mercedes-Benz nimmt Abschied 

Mercedes-Benz wird seine Erfolgsgeschichte in der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft als Teilnehmer und Hersteller am Ende von Saison 8 im August 2022 beenden. Zeitgleich stellt Mercedes-Benz die strategische Entscheidung vor, dass sich die Marke darauf vorbereitet, noch vor Ende des Jahrzehnts vollelektrisch zu werden, wo immer die Marktbedingungen es zulassen. „Die Formel E hat uns in den vergangenen beiden Jahren die Möglichkeit gegeben, die Marke Mercedes-EQ in einem hochgradig endemischen und wirklich innovativen Format zu präsentieren. Aus strategischer Sicht positionieren und stärken wir jedoch Mercedes-AMG als unsere Performance-Marke, gerade durch deren enge Zusammenarbeit mit dem rekordbrechenden Formel 1-Team. Die Formel 1 wird in den kommenden Jahren auch den Schwerpunkt unseres Werksengagements im Motorsport darstellen“, sagt Bettina Fetzer Marketingchefin der Mercedes-Benz AG 

Als Teil der neuen strategischen Ausrichtung hat sich die Marke bewusst dazu entschieden, die Ressourcen zugunsten dieses schnelleren Hochfahrens der Elektrifizierung umzuverteilen. Dazu gehört auch die Entwicklung von drei neuen Elektro-Architekturen, die im Jahr 2025 eingeführt werden sollen. Aus diesem Grund verteilt Mercedes seine Ressourcen aus dem Programm in der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft neu, um die dort gesammelten Erkenntnisse in der Produktentwicklung für die Serie umzusetzen.

Zukünftig wird das Unternehmen sein Werksengagement im Rennsport auf die Formel 1 konzentrieren. Damit bekräftigt das Unternehmen erneut den Status der Formel 1 als schnellstes Entwicklungslabor und als Prüfstand für nachhaltige und skalierbare zukünftige Performance-Technologien. Diese Erkenntnisse werden in kommenden Produktarchitekturen wie der AMG.EA Plattform und Projekten wie dem Vision EQXX zum Leben erweckt. Bei AMG.EA handelt es sich um eine speziell auf Spitzenleistung ausgelegte Elektro-Plattform, die im Jahr 2025 eingeführt wird.