T & B von Knaus Tabbert

Wohnmobile und Camper beliebt

Im Sommer Unabhängigkeit in den mobilen „eigenen vier Wänden“ genießen

Gerade in Zeiten der Pandemie war der Urlaub mit Wohnmobil und Camper besonders gefragt. Die Sicherheit und Unabhängigkeit in den mobilen „eigenen vier Wänden“ sorgte für großen Zulauf. So verzeichnete etwa das Segment der zugelassenen Wohnmobile laut Kraftfahrt-Bundesamt im Januar 2022 eine Steigerung von 13,7 Prozent zum Vorjahr.

 Mit der Zunahme der beliebten Freizeitmobilen steigen natürlich auch die Anforderungen für die Sicherheit. Was ein Wohnmobil ist, definiert die Zulassungsverordnung. Es geht da um „Fahrzeuge der Klasse M (Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung) mit besonderer Zweckbestimmung“. Standardausrüstung sind ein Tisch, eine Kochgelegenheit sowie Einrichtungen zur Unterbringung von mitgeführten Gegenständen, Sitz- und Schlafgelegenheiten. Der Tisch darf sich leicht entfernen lassen. Alle weiteren Standardausrüstungen müssen im Wohnbereich fest angebracht sein. Ist dies nicht gegeben, gibt es bei der fälligen HU keine Plakette.

 Für Wohnmobile gelten bei der HU besondere Regeln: Wohnmobile bis 3,5 Tonnen müssen im Anschluss an die Erstzulassung nach 36 Monaten vorgestellt werden, danach im Abstand von 24 Monaten. Fahrzeuge mit über 3,5 bis 7,5 Tonnen müssen nach zwei Jahren erstmals zur HU, danach weiter im Zwei-Jahres-Takt.

Bei Wohnmobil und Caravan wird die notwendige Kücheneinrichtung im Allgemeinen mit einer Flüssiggasanlage betrieben. Momentan soll noch eine Gasprüfung auf Grundlage der G607 alle zwei Jahre für die erforderliche Betriebssicherheit sorgen. Als beigestellte Untersuchung für die Hauptuntersuchung gilt sie allerdings nicht mehr und wird dort nicht mehr vorausgesetzt. Eine neue eigenständige Prüfung ist allerdings in Planung, die verpflichtend eingeführt werden soll. Die alte wie auch die kommende Prüfung der Gasanlage wird natürlich wie gewohnt von den dazu berechtigten Prüfingenieur-(in) der KÜS durchgeführt.

Gasflaschen, Gasflaschenkästen und die Entlüftungsöffnungen sollten dazu frei zugänglich sein. Im Innenraum werden die Schlauchleitungen, Druckregler und die Anschlüsse der Gasflaschen (die höchstens zehn Jahre alt sein dürfen) auf Funktion und Dichtigkeit geprüft. Eine defekte Gasanlage kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Wird im Falle eines Unfalls keine bestandene Gasprüfung nachgewiesen, so kann dies als grob fahrlässig gelten und der Versicherungsschutz entfallen. 

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