„Bleiben dem Verbrenner treu“

„Bleiben dem Verbrenner treu“

Zwei E-Autos im Angebot: Mazda6e und Mazda CX-6e

Wir sprachen mit Felix Gebhart, Direktor Vertrieb der Mazda Motors (Deutschland) GmbH

DIE AUTOSEITEN: Herr Gebhart, die Automobilmarke Mazda ist keine Marke, die eine große Palette von E-Autos anbietet. Ist das für den Vertrieb eher von Nachteil oder von Vorteil, auch wenn man es rückblickend sieht?

Felix Gebhart: Es ist rückblickend sicherlich sehr gut, dass wir immer dem Verbrenner treu geblieben sind, auch weiter treu bleiben und den Verbrenner weiterhin optimieren. Natürlich ist es für die Marktabdeckung wichtig, dass wir jetzt auch zwei Elektrofahrzeuge haben und mit dem Mazda6e sowie Mazda CX-6e eine steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auch bedienen können. Summa summarum hatten wir schon 2020 mit dem MX-30 ein Elektrofahrzeug, das damals in den Markt gepasst hat. Wir haben jetzt wieder zwei Fahrzeuge, die auch in den Markt passen. Bei einem Anteil von Elektrofahrzeugen um 20 bis 25 Prozent ist es aber sicherlich wichtig, dass man weiter mit einem Verbrenner gut punkten kann. Deswegen ist der Multi-Solution-Ansatz, so wie wir ihn haben, mit den passenden Motorisierungen – für uns und natürlich auch für die Händler der richtig gewählte Weg.

DIE AUTOSEITEN: Mazda bietet eine breite Motorenvielfalt an und hat verschiedene Antriebe, auch einen Diesel gibt es bei Mazda…

Felix Gebhart: Das kommt bei den Händlern gut an und es kommt bei den Kunden gut an, weil man abhängig von einer ordentlichen Bedarfsanalyse schon für jeden Kunden das passende Fahrzeug hat, sowohl für Langstreckenfahrer, als auch für den, der eher städtisch unterwegs, und für den Pendler den neuen CX-5. Das ist ein Fahrzeug mit einem hohen Nutzwert und das Ganze ist natürlich auch noch gut eingepreist.

DIE AUTOSEITEN: Wie sind Ihre Ziele zur weiteren Vergrößerung des Absatzes? Sie hatten 2025 rund 40.000 Fahrzeuge verkauft. Damit kann man sicherlich nicht zufrieden sein. Wie sieht Ihre Zielsetzung 2026 aus?

Felix Gebhart: Im letzten Jahr waren wir etgwas eingeschränkt, was das Modellangebot betraf. Das war natürlich getrieben durch die Produktionslücke oder mangelnde Verfügbarkeit beim CX-5, die war ja letztes Jahr nicht gegeben. Das hat uns einiges an Volumen gekostet, genauso wie auch die generelle Fahrzeugverfügbarkeit mit Lagerwagen in der zweiten Jahreshälfte. Da waren zu wenige Fahrzeuge vorhanden. Unser Ziel für 2026 sind 50.000 Einheiten. Hier geht es darum, dass wir das Volumen vom Mazda CX-30 auf dem Niveau vom letzten Jahr halten. Der war mit 13.000 Einheiten unser klarer Topseller, sodass wir mit dem neuen CX-5 jetzt das zweite Volumenmodell haben, mit dem wir in diesem Jahr über die 10.000 Einheiten-Marke kommen können.

DIE AUTOSEITEN: Der Mazda6 als Kombi war ein sehr beliebtes Modell, heute ist er nicht mehr im Angebot. Tut das ein bisschen weh?

Felix Gebhart: Natürlich tut jedes Fahrzeug weh, wenn man es aus der Angebotspalette nimmt. Klar ist natürlich aber auch, dass beim Mazda6, den es am Ende mit einem 2,5- Liter-Motor 194 PS-Benziner gab, und der ein beliebtes diesel-typisches Modell war, eher der Wegfall des Diesels geschadet hat. Mit dem Volumina Mazda6 im letzten Jahr war das nicht der große Volumenverlust.

DIE AUTOSEITEN: Jetzt kommt der neue CX-5 auf den deutschen Markt, ein Klassiker unter den SUV-Fahrzeugen im Segment. Wie wollen Sie den Kunden das Fahrzeug weiterhin schmackhaft machen?

Felix Gebhart: Erst einmal mit unseren starken Bestandskunden-Potenzial. Das Fahrzeug hat sich in Deutschland seit Markteinführung der ersten Generation 180.000 Mal verkauft. Das ist eine ordentliche Basis, auf die wir aufsetzen können. Zusätzlich haben wir natürlich generell unsere CX-Kunden, von denen der eine oder andere vielleicht umsteigen will, weil die neue Motorisierung besser passt oder das Angebot besser zum jeweiligen Bedarf passt, weil sich eventuell die persönlichen Umstände verändert haben. Das andere Potenzial liegt jenseits unserer Bestandskunden, wo wir mit einem sehr gut eingepreisten Fahrzeug auf Eroberung gehen. Mit dem hohen Nutzwert bin ich überzeugt, dass uns das auch gelingt. Wir haben den Vorverkauf im Oktober letzten Jahres gestartet und sind jetzt bei über 2000 Kaufverträgen. Wir werden sicherlich Ende März jenseits der 2500-Einheiten-Marke liegen. Deswegen bin ich sehr zufrieden und auch sehr zuversichtlich, dass wir die 10.000er-Marke beim Mazda CX-5 dieses Jahr schaffen.

DIE AUTOSEITEN: Denken Sie, dass das mit einer Motorisierung zu realisieren ist, oder wird noch eine weitere Motorisierung dazukommen?

Felix Gebhart: Die 10.000 Einheiten sind mit der Motorisierung und dem Setup 100 Prozent erreichbar.

DIE AUTOSEITEN: Es gibt bei Mazda auch einen echten Klassiker, den MX-5. Wie steht es um dieses Modell?

Felix Gebhart: Der Mazda MX-5 ist mittlerweile eine Ikone und gehört einfach zu Mazda. Natürlich ist es kein Erstfahrzeug. Man muss schon einen Kunden finden, der sich einen Zweitwagen leisten kann und leisten will, aber das Fahrzeug verkörpert die für Mazda typische Fahrfreude am deutlichsten. Wir bleiben ihm treu und halten ihn auch weiter frisch.

DIE AUTOSEITEN: Mit dem 6e gibt es eine vollelektrische Limousine. Schon bald werden Sie den vollelektrischen CX-6e vorstellen. Wann wird der SUV auf den deutschen Markt kommen?

Felix Gebhart: Der CX-6e wird im Spätsommer bei den Händlern sein. Der Vorverkauf hat bereits begonnen und läuft gut. Wir haben natürlich auch die Aufmerksamkeit rund um die Elektroprämie genutzt, um den Vorverkauf schon zu starten. Der Mazda 6e ist bekanntlich seit September letzten Jahres im Handel.