DTM startete auf dem Nürburgring

DTM startete auf dem Nürburgring

Auch abseits der traditionsreichen Rennstrecke war jede Menge los    

Über 81.000 Besucher erlebten ein heißes Rennwochenende auf dem Nürburgring – mit vielen Überholmanövern und harten Duellen. Nervenstark und taktisch clever: Marco Wittmann (BMW) fuhr auf dem Nürburgring seinen 20. DTM-Erfolg perfekt ein. Der 36-Jährige Renn-Profi überzeugte mit frühen und schnellen Boxenstopps sowie sauberen Überholmanövern. Im letzten Drittel eines Rennens übernahm der BMW-Pilot die Führung und sicherte sich seinen ersten DTM-Erfolg seit zwei Jahren. „Der 20. Sieg bedeutet mir enorm viel! In all meinen Jahren in der DTM habe ich viele Höhen und Tiefen erlebt. Es fühlt sich großartig an, aus eigener Kraft ganz vorne mitzufahren. Das Rennen verlief zeitweise chaotisch, aber ich habe einen kühlen Kopf bewahrt, auch wenn es hinten raus richtig eng wurde“, freute sich Marco Wittmann.

Beim DTM-Wochenende am Nürburgring, dem sechsten von acht DTM-Läufen 2026, ging es nicht nur um den Meisterschaftskampf – auch abseits der traditionsreichen Rennstrecke war jede Menge los. Prominente Gäste aus Sport und Unterhaltung sorgten für Begeisterung: Tischtennis-Legende Timo Boll überreichte einen Pokal, Ex-Bachelor Felix Stein drehte eine Runde im Leading-Car von Cupra und Joey Kelly präsentierte den Kult-Bus der Kelly Family. Auch Olympiasieger wie Daniela Maier (Ski-Cross) und Ricarda Funk (Kanu) fieberten an der Strecke mit. Dazu kamen atemberaubende Stunts von Trial-Freestyle-Athlet Adrian Guggemos.

Auch der legendäre rote Doppeldecker-Bus der Kelly Family war ein echter Hingucker beim DTM-Wochenende auf dem Nürburgring. Joey Kelly ließ es sich nicht nehmen, bei der Präsentation des kultigen Familiengefährts aus früheren Tour-Jahren persönlich dabei zu sein. „Der Bus war 28 Jahre eingelagert und ist unter der Aufsicht von Dekra aufwendig restauriert worden. In der nächsten Woche wird er offiziell zugelassen“, erklärte der Musiker und Extremsportler. Kelly selbst ist Motorsport- und Nürburgring-Fan durch und durch: „Ich bin selbst drei Jahre lang in kleineren Klassen gefahren und war viermal beim 24-Stunden-Rennen dabei. Ich liebe die Nordschleife, der Ring ist mein Ding“, verriet er mit leuchtenden Augen. Kelly schickte das DTM-Starterfeld mit dem Schild „Drivers start your engines“ in den Meisterschaftslauf.

Klaus Ludwig (1982, 1988, 1994), Timo Scheider (2008, 2009) und Ayhancan Güven (2025) – drei DTM-Champions aus drei Jahrzehnten trafen sich am Nürburgring. Während die beiden Routiniers Ludwig und Scheider längst zur DTM-Geschichte gehören, ist der aktuelle DTM-Titelträger Güven nach seinem Triumph in die FIA Langstrecken-WM (WEC) gewechselt. Umso mehr genoss der erste türkische DTM-Champion den Besuch bei seiner früheren Rennserie der DTM. WMD