„Wir begeistern unsere Kunden“
Neuen ID. California Cruise vorgestellt – Die erste Bulli-Generation ist vor 76 Jahren gestartet
Wir sprachen mit Henning Schulzki, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Vertriebschef Deutschland
DIE AUTOSEITEN: Wir treffen uns hier auf dem Caravan Salon in Düsseldorf, wie wichtig ist der eigentlich für Volkswagen Nutzfahrzeuge?
Henning Schulzki: Der hat eine ganz besondere Bedeutung für uns. Ich würde sogar sagen, es ist neben der IAA Transportation unsere zweite Heimat-Messe. Wir sind seit vielen Jahren auf dem Caravan Salon, begeistern unsere Kunden und sind mit unseren Verkäufern aus ganz Deutschland hier. Das ist einfach schön zu erleben, wie viele begeisterte Kunden diese Messe anzieht. Wir zeigen unsere California-Neuheiten, das ist genau der Ort, wo diese Marke Zuhause ist.
DIE AUTOSEITEN: Die California-Familie macht Lust aufs Campen im Bulli. Welches neue California-Modell stellen sie hier auf dem Caravan Salon vor?
Henning Schulzki: Wir stellen den Medien und den Messegästen erstmals den ID. California Cruise vor, der eine schöne Erweiterung in dem Segment ist: Erstmals kann man damit vollelektrisch reisen und campen, im Stand ohne Landstrom den Wagen klimatisieren und Kaffeemaschine sowie Campingkocher an die V2L-Steckdose anschließen - alles abgasfrei. Und die Kabine kann vollständig verdunkelt werden. Eine tolle Innovation.
DIE AUTOSEITEN: Wie entwickelt sich denn der deutsche Markt für E-Fahrzeuge allgemein?
Henning Schulzki: Der Gesamtmarkt ist insgesamt in der Seitwärtsbewegung, während das BEV-Segment bei leichten Nutzfahrzeugen zwischen Januar und August um etwa 49 Prozent gewachsen ist. VWN ist im Gesamtmarkt Marktführer mit rund 23 Prozent Marktanteil, im BEV-Segment ist sogar jedes dritte Fahrzeug ein Volkswagen Nutzfahrzeug. Jetzt kommen wir mit der gefragten Werkslösung zum Thema Camping, dem ID. California, den es später auch in einer zweiten Version mit Aufstelldach geben wird. Zum ID. Buzz führen wir ganz viele Gespräche mit Partnern, um unsere Marktführerschaft noch weiter auszubauen.

DIE AUTOSEITEN: Ein großes Thema ist also die E-Mobilität für Sie, damit kommen elektrische Nutzfahrzeuge aus offenbar aus der Nische raus?
Henning Schulzki: Es ist eine super Ergänzung und wir schärfen auch da weiter unser Portfolio. Denken Sie an den Werkskundendienst oder das Handwerk allgemein: E-Fahrzeuge sind ja riesige mobile Stromspeicher. Sie können also auf einer Baustelle ohne Landstrom problemlos eine Kreissäge oder einen Betonmischer betreiben. Damit braucht man keinen Benzingenerator mehr.
DIE AUTOSEITEN: Gerade im Segment der Bulli-Familie ist der Wettbewerb in Deutschland relativ groß. Wie wollen Sie Ihre Kunden für die einzelnen Modelle begeistern, also für den Multivan, die Caravelle oder den Transporter?
Henning Schulzki: Der Wettbewerb ist groß, aber Wettbewerb ist auch gut, weil er uns die Sinne schärft, sich auf das zu konzentrieren, was uns ausmacht. Der Bulli hat dieses Segment vor 76 Jahren begründet, alle anderen Modelle der Wettbewerber kamen danach. In allen sieben Generationen konnte und kann man auch übernachten, mit jedem Jahrzehnt wurde das Angebot anspruchs-voller. Wenn Sie heute am Stammtisch sagen, ich fahre einen Bulli, wissen alle Bescheid. Das Auto kennt praktisch jeder, und jeder braucht irgendwann mal einen, viele lieben ihn. Der Begriff, der sich aus den Anfangssilben von Bus und Lieferwagen zusammensetzt, wird heute in verschiedene Einzel-Modelle übersetzt: Der Multivan ist der Alleskönner für die Familie, Caravelle ist das perfekte Modell für die Personenbeförderung und der Transport der Inbegriff des modernen Lieferwagens. Außerdem gibt's den ID. Buzz und den California.
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DIE AUTOSEITEN: Wie wichtig ist der traditionelle Verbrenner für Volkswagen Nutzfahrzeuge? Wird er noch eine Zukunft haben?
Henning Schulzki: Die wird er noch eine Weile haben, der Umstieg auf die E-Mobilität kommt nicht über Nacht und entwickelt sich in jedem Markt anders.Deshalb bieten wir in Deutschland das breiteste Sortiment unter allen Herstellern an: Unsere modernen TDI-Motoren bieten höchste Reichweiten bei geringen Emissionen. Unser e-Hybrid kann noch mehr, weil ich ihn regional als E-Auto fahren kann und auf der Langstrecke überwiegend im Benzinbetrieb schnell unterwegs sein kann. Langfristig geht aber alles in Richtung e-Antrieb, der Erfolg des ID. Buzz zeigt das deutlich.
DIE AUTOSEITEN: Und wo kann man sich als Kunde einen Eindruck verschaffen, welcher der richtige Bulli für welchen Bedarf ist?
Henning Schulzki: Bei den VWN-Partnern, also den mehr als 400 Händlern in Deutschland, die Volkswagen Nutzfahrzeuge anbieten. Eine sehr gute Gelegenheit im Südwesten Deutschlands ist außerdem das e4-Testival am Hockenheimring. Vom 16.-18. Oktober kann man dort unsere Modelle kennenlernen und in einem Parcours direkt auf dem Ring auch Probe fahren.
Alle Infos unter www.e4testival.com


